Willkommen in der Evangelischen Kirchengemeinde Lichterfelde

AN(GE)DACHT...

„Ihr sät viel und bringt wenig ein; ihr esst und werdet doch nicht satt; ihr trinkt und bleibt doch durstig; ihr kleidet euch, und keinem wird warm; und wer Geld verdient, der legt's in einen löchrigen Beutel.“ Haggai 1, 6 - Monatsspruch September 2021

Liebe Leserin, lieber Leser, liebe Freunde unserer Kirchengemeinden,
kennen Sie den Ausspruch: „Da ist mir doch das Hemd näher als die Hose“? Soll angeblich auf Bismarck zurück gehen, aber schon in der Antike hieß es im „Trinummus“ des Plautus: „tunica propior pallio“ (die Tunika ist mir näher als der Mantel), also in etwa: der eigene Vorteil (das Hemd) [ist mir] wichtiger (näher) ist als die Interessen anderer, weiter entfernt stehender Menschen.
So leben wir bis heute. Wir kümmern uns zunächst um unsere eigenen Belange & Interessen und dann – irgendwann einmal – auch um die der Anderen. Wenn´s passt. Vielleicht. Meistens passt es aber nicht. Leider. Der Flughafen in Kabul ist nur ein Bild dafür...
In den letzten Monaten merkten wir: die Löcher in unserem Beutel werden immer größer. Im Grunde kann man das ja nicht mal mehr einen Beutel nennen, es gleicht eher einem vergammelten Netz: wir sacken ein – wie immer – aber wir verlieren zeitgleich mehr, als wir je reingetan haben. Die Sturzflut im Ahrtal ist nur ein Bild dafür...
So fühle auch ich mich. Seit Monaten. Das ist – ehrlich – nicht vergnügungssteuerpflichtig. Im Grunde müssten wir – also Sie, Ihr und ich – jetzt mal wirklich aufwachen. So kann und wird es nicht weitergehen.
Und genau an dieser Stelle mahnt der Prophet: Ihr seid auf den falschen Weg. Ihr sammelt – ohne Nutzen. Ihr esst und werdet doch nicht satt. Ihr trinkt und bleibt doch durstig...
Ein Bildwort. Darin ist ein falscher Weg beschrieben. Bis heute. Wir rennen den falschen Idealen hinterher. Wir meinen es gut, machen es aber eben oftmals schlecht. Wir wählen verkehrt – und nicht nur zu Landes- oder Bundestagswahlen. Kommen wir noch zu Sinnen? Rechtzeitig?
Beim Propheten Jeremia heißt es: Lauft also nicht anderen Göttern nach, um ihnen zu dienen und sie anzubeten, und reizt mich nicht zum Zorn durch die Machwerke eurer Hände, damit ich kein Unglück über euch verhänge! (Jer 25,6).
Das klingt nach Gericht; ist es wohl auch. Wir sitzen auf der Anklagebank. Unser Vorteil ist: wir haben (es noch) in der Hand. Wollen wir umkehren? Wieviel Zeit bleibt uns noch? Haben wir die Zeichen der Zeit erkannt? Wir säen, essen, trinken, verdienen Geld...
– wie lange noch? Christus ist für uns gestorben – damit wir leben!
Unser Erschrecken möge uns helfen – jede und jeder für sich – innezuhalten und ernsthaft nachzudenken. Wir können alle etwas tun – und jedes kleine Detail wird helfen.
Bleiben Sie/ bleibt Ihr behütet! Ihr/ Euer Ulf Haberkorn

 

 

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