Willkommen in der Evangelischen Kirchengemeinde Lichterfelde

AN(GE)DACHT...
offene Kirche

Durch die herzliche Barmherzigkeit unseres Gottes wird uns besuchen das aufgehende Licht aus der Höhe, damit es erscheine denen, die sitzen in Finsternis und Schatten des Todes, und richte unsere Füße auf den Weg des Friedens. (Lk 1,78-79)

Liebe Leserin, lieber Leser, liebe Freunde unserer Kirchengemeinden,
Finster ist es draussen. Viel zu früh. Eigentlich wurde es heute gar nicht so richtig hell. Es ist kalt. Es ist nass. Es ist eklig. Drinnen hingegen wird geheizt, Gegenwärme produziert. Dem trüben Zustand kann man nur mit Wärme begegnen. Wellness-Oasen haben Hochkonjunktur.
Irgendjemand hat eine Kerze entzündet. Gegen die Dunkelheit. Gegen die Kälte. Nur ein kleines Licht. Ein Licht? Aussichtslos. Gegen all die Finsternis: ein Licht? — Das Licht der Kerze steht still, bestimmt und ruhig gegen alle Mächte der Kälte und der Finsternis. Ja, nur ein Licht.
Es klingelt. Es meldet sich an. Ein Etwas. Die Tür geht auf, erst nur einen kleinen Spalt weit. Es ist kalt, es ist dunkel und nass, es ist eklig... draussen. Doch dann: kein Zögern — hinein. Um Himmelswillen — hinein. Es ist ja draussen gar nicht auszuhalten. Die Not macht wach und offen.
Besuch tritt ein. Hinein. Findet und gibt in dem Moment: Wärme, Licht, Zuwendung. Still und ruhig — auch bestimmt. Gegen die Kälte und alle Dunkelheiten. Und gegen das Eklige. Nur einen kleinen Augenblick — im Schein einer Kerze.
Und nun? Stehen sie da — beide. Nur eine kleine Episode — hoffentlich bald Geschichte? Oder ist da noch was? Haben beide was zu bereden: Was machst Du hier? Was mache ich mit Dir hier? Warum kommen wir so zusammen? — die kleine Kerze brennt unaufhaltsam.
Das Besuchende will gar nicht viel reden. Es ist einfach da. Ein Etwas. Kommt von draussen und ist doch plötzlich ganz selbstverständlich drinnen. Als Frage, als Idee, als Gefühl. So könnte es sein! Klein, aber doch mächtig. Und die kleine Kerze schmunzelt. Und brennt. Brennt für dieses Leben. Das ist es, was sie kann und will. Brennen....
Advent ist nichts anderes, als einen kleinen Spalt weit seine Tür aufzumachen. Und sich überraschen zu lassen. Von dem was kommt.
Der Monatsspruch für den Dezember sagt es so: Durch die herzliche Barmherzigkeit unseres Gottes wird uns besuchen das aufgehende Licht aus der Höhe, damit es erscheine denen, die sitzen in Finsternis und Schatten des Todes, und richte unsere Füße auf den Weg des Friedens. (Lk 1,78-79)
Bleiben Sie, bleibt Ihr weihnachtlich behütet

Ihr/ Euer Ulf Haberkorn



 

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